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  Interview mit Marie Jacquot
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Interview mit der jungen Dirigentin Marie Jacquot, ab Dezember 2015 Dirigenten-Assistentin des Generalmusikdirektors der Bayerschen Staatsoper, Maestro Kirill Petrenko. Interviewt von einer 14-jährigen Schülerin des Phorms-Gymnasiums München.


Marie Jacquot und Emma (c) RCK

1.) Wie sind Sie darauf gekommen, zu dirigieren?
Ich habe in einem Orchester gespielt und der Dirigent war sehr nett also habe ich aus Spaß bei ihm beim Dirigierunterricht mitgemacht.

2.) Sind sie als Kind in einer musikalischen Familie aufgewachsen?/Haben sie als Kind ein Instrument gespielt?
Nein, bin ich nicht. Meine Eltern wollten aber. dass ich ein Instrument spiele und Sport mache. Erst war ich nicht wirklich an Musik interessiert, da ich eher auf Tennis fokussiert war und Klavier mich nicht so begeistert hatte, dann habe ich mit der Posaun angefangen.

3.) Muss man auch ein Instrument spielen können? Wenn ja. was wäre dafür am besten?
Ja man muss ein Instrument spielen können. Es gibt kein “bestes” Instrument dafür, aber es wäre gut, wenn man ein wenig aus jeder Instrumentenfamilie spielen kann, damit man die so ein bisschen kennt.

4.) Ist es sehr schwierig/kompliziert? Was waren ein paar der schwierigsten Stücke?
Ja. Es ist wie andere Berufe auch, es hat so seine Schwierigkeiten. Man hat viel Verantwortung wie bei Rite of Spring von Stravinsky

5.) War die Ausbildung sehr schwierig? (warum?)
Ja. Es gab viel verschieden Teile wie z.B. Analyse, Komposition, Orchestrieren, Singen(Oper/Chor), Klavier und Gehörbildung.

6.) Was sind die wichtigsten Instrumente in einem Orchester?
Es gibt kein “wichtigstes” Instrument. Aber der Konzertmeister (1. Geige) ist sehr wichtig. Er dirigiert manchmal statt des Dirigenten, jedoch immer unauffällig und nur wenn nötig.

7.) Ist es als Frau schwierig in ihrem Beruf?
Nein aber für junge Leute schon, weil die älteren eher nicht in Rente gehen. Aber es ist ungewohnt, eine Frau als Dirigentin zu sehen.

8.) Ist es möglich, ein Stück auswendig zu dirigieren?
Ja, es kommt drauf an wie schwierig es ist.

9.) Was ist ihr Lieblingsstück?
Ich habe keines.

10.) Wie war das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Schülern im Studium?
Es waren viel mehr Männer. Zu allen 2 weiblichen Schülern gab es 40 männliche.

11.) Wie war es für sie als 14 jähriges Mädchen im Radio France aufzutreten?
Sehr toll und beeindruckend.

12.) Wie ist es für sie als Assistentin des Generalmusikdirektors der Bayerischen Staatsoper, Maestro Kirill Petrenko, berufen zu werden? Sind sie schon sehr aufgeregt?
Sehr toll. Ja, es wird eine tolle Erfahrung.

13.) Was muss man als Assistentin eines Generalmusikdirektors alles machen?
Ihn unterstützen, Lösungen finden, Balance zwischen allen Meinungen der Beteiligten zu halten und alles, was normale Assistenten auch machen.

14.) Hat er noch mehr Assistenten?
Ja, eine permanente Assistentin.

15.) Wie sieht ein normaler Arbeitstag für sie aus?
Ich verbringe einen normalen Arbeitstag mit: Proben, Konzerten, Emails schreiben, Noten studieren und mit den Musikern reden.

16.) Wie sind sie mit 14 auf das Dirigieren gekommen?
Weil der Dirigent meines damaligen Orchesters sehr gut und nett war.

17.) (Mauritius; 3 Monate) Was macht ein Operncoach?
Opern einstudieren, Klavier spielen, Helfen zu lernen und alles fertig machen, weil der Dirigent die “Spitze” ist.

18.) Was ist das schwierigste beim Dirigieren?
Alle auf demselben Weg zu führen, dass alle einverstanden sind.

19.) Jetzt, wo sie als Assistentin für Maestro Kirill Petrenko arbeiten werden, werden sie weiterhin als Lehrbeauftragte arbeiten können?
Bis dahin schon und kurz davor intensiv, dann während der Zeit, in der ich als Assistentin arbeite, nicht mehr. Dann ab dem Ende wieder.

20.) Wussten sie mit 14 schon, dass sie das Dirigieren als Beruf ausüben würden?
Nein, ich wollte eher Posaunistin werden. Mit 18/19, als ich nach Wien gezogen war, wusste ich es dann.

Interviewerin: Emma, Schülerin der 9. Klasse am PHORMS-Gymnasium München.
Termin 8. Oktober 2015 in der PHORMS-Schule
Mit freundlicher Unterstützung von Kinder und Opern e. V. München


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